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So verwandelt George Clooney Berlin: Nikolaiviertel wird französisch

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Daß das Babelsberger Filmteam von George Clooney Berlin derzeit fast täglich als Kulisse nutzt, hat sich bei den Fans und Autogrammjägern herumgesprochen. Jetzt wurden Szenen für das Historiendrama „The Monuments Men“ im Nikolaiviertel gedreht.

Gestern nachmittag verwandelte sich das ohnehin idyllische Nikolaiviertel in ein „vom Eise befreites“ frühlingshaftes französisches Dorf. Verwaschene Reklameschilder, grüne Bäume vor der ältesten Kirche und am Abend eine stille Gasse mit gedämpftem anheimelndem Licht.

Seit Tagen wurde das Nikolaiviertel rund um den Kirchplatz vom „Eise befreit“. George Clooney soll sich in das Nikolaiviertel verliebt haben, war unlängst aus Babelsberg zu hören. Kein Wunder, denn die originalgetreu wiederaufgebauten Bürgerhäuser im historischen Kern haben ein besonderes Flair.

Schaulustige und Fans versuchten den Hollywood-Star trotz blickdichter olivgrüner Plane zu sichten. Lücken gibt es jedoch immer und überall und mit ein paar Tricks kann man schon mal einen Blick in die Gasse werfen. Aber auch ausserhalb des streng bewachten Ringes kam der Besucher auf seine Kosten.

Denn zwischen Brauhaus Georgbraeu und dem Raumausstatter „fröhlich wohnen“ warteten an die 250 kostümierte männliche und weibliche Komparsen in Militäruniformen, Seidenstrümpfen, kunstvoll streng arrangierten Haartollen und kirschroten Lippen. Am Drachentöterdenkmal wurden Requisiten der 40er Jahre – wie alte Fahrräder, Kinderwägen, alte Kisten und Koffer – auf Vorrat gehalten. Überhaupt: Neben dem Film am Set laufen viele kleine Filme ab, z.B. wenn Statisten noch dazu in Uniformen – in ihre eigene Rolle „verfallen“. Das kann am Ende doch interessanter sein als auf einen kränkelnden George zu warten. Der ist übrigens seinem Ruf „ein schneller Arbeiter zu sein“ im Nikolaiviertel voll gerecht geworden, denn um 22 Uhr war dann alles „gegessen“. Dann hatten auch die Wächter an den Zugängen ihre Tofu-Suppe ausgelöffelt.

Erzählt wird in „The Monuments Men“ eine kaum noch bekannte aber wahre Geschichte. Die spektakuläre Schatzsuche alliierter Kunsthistoriker und Kuratoren gegen Ende des Zweiten Weltkrieges. Die Rettung bedeutender Kunstwerke vor der Zerstörung durch die Nazis. Clooney selbst hat das Drehbuch geschrieben, ist Regisseur und spielt im Film den Museumsdirektor. An seiner Seite weitere Stars: Matt Damon, Cate Blanchett und Bill Murray in einer 80 Millionen Dollar Produktion. Charmante, geschichtsträchtige Schauplätze wie das Nikolaiviertel: einer der Gründe, warum Produzenten wie Clooney Berlin immer öfter als Drehort entdecken!

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