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Bärige Hymne auf Berlin zum 780. Geburtstag

„Liebet Jeburtstachskind Bärlin…
Wenn ick ma vorstelle, ditte schon wieda Jeburtstach hast, den 780.!,
frare ick mir, wie De dit machst, dabee nich älter zu werden!.“

Nun war es soweit, unsere Haupt- und vor allem Bärenstadt feierte am 28. Oktober 2017 den 780. Geburtstag. Zeit, endlich eine „Hymne auf Berlin“ zu singen und unsere bärigen Geschichten aus 780 Jahren in einem würdigen Rahmen zu präsenteren. Aber warum der 28. Oktober?

An diesem Tag wird das ältere Cölln in einer Urkunde das erste Mal erwähnt. Das am anderen Flussufer gelegene Berlin wird 1244 erstmals urkundlich als Stadt ausgewiesen. Und beide Städte zusammen bilden dann unser geliebtes Bärlin und mittendrin: das Nikolaiviertel als Keimzelle von Berlin mit der 1230 erbauten Nikolaikirche und dem Gründungsbrunnen, von einem Bären bekrönt und von Teddybären umgeben. Heute wieder ein beliebtes historisches Viertel und somit ist klar, warum unsere Bären das Nikolaiviertel als Lieblingsort für bärige Impressionen erklärt haben.

© Dr. Ursula Fellberg: Teddybären der Sammlung Fellberg präsentieren sich im Nikolaiviertel.

 

In unseren Kolumnen haben die Teddybären mit ihren Bärenspuren bereits einige Eindrücke vom Leben im alten Berlin gewährt. Doch nun präsentieren sie ein einzigartiges Gesamtwerk: das neue Bärenbuch vom Bärenzeit Verlag:

„Hymne auf Berlin“
780 Jahre Geschichte Berlins!
1237 – 2017
210 x 210 mm,
144 Seiten fotobrillant in Farbe
ISBN: 9783744875462

Das Buch ist ein tolles Angebot, Bärlin mit leicht verdaulichem Geschichtswissen kennenzulernen. Die Emotionen der Bären und die Leidenschaft zu Geschichte und Geschehen sind „liebensjewürzich“.

Hier wird nicht mit einem umfassenden Geschichtsbuch Konkurrenz gemacht, hier wird kein weiterer Reiseführer vorgestellt, hier wird pure Lebensfreude vermittelt! „Dit macht Lunte!“

Woher hat Berlin seinen Namen? Kennen Sie Jungfer Husch? Was hat der bayerische König Ludwig II, unser Kini, mit dem Deutschen Kaiser zu tun? Lustwandeln Sie auf Bärenspuren durch das Nikolaiviertel, wo Berlins Geschichte begann und folgen Sie dem Alten Fritz nach Potsdam. Entscheiden Sie ob Bärenmuseum oder Knast und erleben Sie die Mauerjahre ebenso wie das freie, weltoffene Berlin…

Dies und vieles mehr präsentieren unsere Bären in liebevoll arrangierten Bildern und verraten Geheimnisse ihrer berühmten Vorfahren.

Der Bär ist das Wappentier Berlins, an jeder Ecke findet man Denkmäler, Skulpturen, Buddybären und auch die echten Mister Petz – ein bäriges Eldorado. Was liegt also näher, Teddybären als Zeitzeugen, als BärSönlichkeiten zu präsentieren und durch liebevoll arrangierte Fotos unsere Welt etwas lebendiger und gefühlvoller zu gestalten.

Hier können Sie das Buch bestellen https://www.baerenzeit.com/shop/bärenbücher/

und hier finden Sie weitere Informationen: https://www.baerenzeit.com/bärlin-exklusiv/hymne-auf-berlin/

Und was sehen wir da!?

Jetzt sind nicht nur die Bären los, auch die Fußballer feiern sich und den Verein, die Hauptstadt und das Nikolaiviertel. Doch warum? Am 25. Juli 2017 feierte die „Alte Dame“ Hertha BSC ihren 125. Geburtstag. Für das Stadtmuseum Berlin ist das runde Jubiläum willkommener Anlass, sich bis Januar 2018 mit einer Sonderausstellung unter dem Motto „Hauptstadt Fußball“ im Ephraim-Palais dem beliebten Thema Fußball zu widmen. Welcher Bär kickt nicht mal gern das runde Leder im Wald und auf der Wiese und eben auch im Nikolaiviertel?

Mehr zum Jubiläum der Hertha können Sie hier lesen: https://www.baerenzeit.com/2017/07/01/die-alte-dame-berlins-die-bären-und-der-fußball/

© Dr. Ursula Fellberg: Die Fußball- Teddybären sind von Schucco Bigo-Bello und gehören zur Sammlung Fellberg

 

Nun wird es bald kälter und unsere Teddybären bereiten sich auf den Winterschlaf vor. Doch wo sind geeignete Plätzchen im Nikolaiviertel? Wir haben hier einige herausgesucht:

Beginnen wir mit Mutter Hoppe in der Rathausstraße: Laut Volksmund hat eine Mutter Hoppe im Nikolaiviertel der Jahrhundertwende schon als Gastwirtin wohltätig gewirkt. Auch ihre „Nachfolgerin“ erinnert an Zilles Zeit und kümmert sich um keinerlei modische Einrichtungs- und Esstrends. Es wirkt alles schön nostalgisch und zu alten Schmonzetten und Ohrwürmern aus den 20er und 30er wird gefeiert und gelacht. Und…. bei Mutter Hoppe gibt es bereits bärige Lesungen!

© Dr. Ursula Fellberg: Teddybären der Sammlung Fellberg präsentieren sich im Foyer von Mutter Hoppe

 

Die Gerichtslaube in der Poststraße ist nicht nur ein historisches Gebäude in Berlin, das im 13. Jahrhundert als Anbau zum Alten Rathaus in Berlins Mitte, im Nikolaiviertel entstand, sondern auch das Lieblingsgebäude unseres bärigen Advokaten. Die Gerichtslaube wurde um 1270 in gotischen Formen aus Backstein errichtet und in den folgenden Jahrhunderten immer wieder umgebaut. Im Mittelalter erbaut und vor allem der oft ausgesprochen grausamen Gerichtsausübung dienend, hatte die Gerichtslaube im Laufe der Jahrhunderte auch immer wieder unterschiedliche Aufgaben, bis sie schließlich im 20. Jahrhundert zu unserem gemütlichen Restaurant wurde.

Die gesicherten Originalteile der Gerichtslaube wurden Wilhelm I. zum Geschenk gemacht und das Bauwerk 1871/1872 durch Johann Heinrich Strack im Park Babelsberg wiedererrichtet. Die Gerichtslaube im Nikolaiviertel, wo sich unser Advokat präsentiert, ist von Günter Stahn und seit dem 750. Stadtjubiläum Berlins im Jahr 1987 das Restaurant „Zur Gerichtslaube“ mit einem für Berlin typischen Speisenangebot, im Sommer mit Biergarten.

© Dr. Ursula Fellberg: Teddybär Advokat ist von Steiff und gehört zur Sammlung Fellberg

 

Und last but not least kommen wir zu Heinrich Zilles Lieblingsrestaurant. Das Gasthaus Zum Nußbaum ist eine traditionsreiche Schänke in der historischen Mitte Berlins im Nikolaiviertel. Den Namen verdankte die ursprüngliche Gaststätte einem Nussbaum, der vor dem Gebäude stand.

Die Schenke befand sich ursprünglich an einem anderen Ort, etwa 700 Meter weiter südöstlich auf der Südspitze der heutigen Fischerinsel. Bei einem alliierten Fliegerangriff 1943 wurde sie zerstört und 42 Jahre später vom Architekten Günter Stahn (geb. 1945) in der Propststraße im Nikolaiviertel wieder aufgebaut. Ein noch schlanker amerikanischer Schwarznuss-Baum steht auch wieder im Biergarten. Die Gedenktafel am Gasthaus “Zum Nussbaum” weist auf dessen bewegte Geschichte hin.

© Dr. Ursula Fellberg: Teddybär Zille ist aus der Serie „Alt-Berliner Originale “(von Hermann Coburg) von Teddy’s und gehört ebenso zur Sammlung Fellberg wie die Zille Figuren

Unsere Teddybären verabschieden sich nun mit einem Zitat von Heinrich Zille in den Winterschlaf: Ein Zitat, das helfen soll, die kalte und dunkle Zeit mit einem Lächeln zu überstehen und mit einem guten Buch in jedem Haus:

„Jibt dir det Leben een Puff, denn weine keene Träne! Lach dir’n Ast und setz dir druff und baumle mit de Beene.“

Mehr über unsere Teddybären gibt es immer aktuell in Brunos Bärenmuseum unter www.baerenmuseum.com und unsere Bücher und mehr über die bärigen Aktivitäten finden Sie unter www.baerenzeit.com

Tschüss und bis bald
Dr. Ursula Fellberg und Bruno

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