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Historischer Pfad

Ihre eigene Stadtführung nach Ihrem Tempo

Ein Bummel durch das Nikolaiviertel, historische Details und Persönlichkeiten

Beginnend mit der Sonne im Osten, laufen wir den Pfad der historischen Tafeln entlang. Im Rücken das Rote Rathaus empfangen uns an Tafel 1 moderne Häuser in Elementbauweise, die fast 2000 Menschen ein Zuhause im Viertel bieten. Im Erdgeschoss befinden sich kleine Geschäfte, die dem gesamten Areal ein besonderes Flair geben. Hier ist jeder Geschäftsinhaber ein Individualist und der Schmuck, die Uhren, die Schuhe oder die Mode von speziellem Charakter. . Unser Blick fällt jetzt auf ein kleines Haus mit Gaststätte und einem originellem Namen.

Auf der Tafel 3, am Haus angebracht, erfahren wir mehr über die Geschichte des Hauses und der Gaststätte „Zum Nußbaum“. Die rustikale Ausstattung  und urige Atmosphäre hat bereits Heinrich Zille inspiriert und so hängen auch heute noch Zille Bilder an den Wänden. Hausgemachte Berliner Küche ist hier das Markenzeichen und im Sommer kann man vor der Tür, unter der amerikanischen Schwarznuss im Biergärtchen, das Leben im Viertel beschauen.

Vor uns liegt jetzt die Nikolaikirche in voller Größe und wir gehen links um dieses geschichtsträchtige Bauwerk herum. Die Wohnhäuser beherbergen im Erdgeschoss wieder kleine Geschäfte und stilvolle Cafés.

Auf Tafel 5 erfahren wir die lustige Geschichte der Gaststätte „Zum Paddenwirt“ und betreten mit der Eiergasse die kürzeste Gasse Berlins. Sie ist nicht länger als das Wirtshaus selber. Hier treffen die nach alten Vorbildern gebauten Häuser ganz dicht auf den Kirchenbau. An der schmalsten Stelle finden wir das Lessinghaus. Daneben lockt ein Theaterschild Besucher an. Das „Theater im Nikolaiviertel“ bringt uns das Berliner Milljöh der Zille-Zeit hautnah herüber und ist immer einen Besuch wert.

Die Lücke zwischen dem „Kunsthaus Lempertz“ und der „Kaffeestube“ gibt die Sicht frei auf die Grünanlage vor dem Ephraim-Palais. Linksseitig gehen wir erst einmal „Zur Rippe“. Die Tafel 8 am Haus erzählt von den interessanten Knochen, die der Gaststätte den Namen gaben. Goldene Balkongitter zieren das Ephraim-Palais, die wohl schönste Ecke Berlins. Die Stiftung Stadtmuseum  beherbergt hier museale Schätze und nutzt es für wechselnde Ausstellungen. In Sichtweite gegenüber im „Knoblauchhaus“ entdeckt man die Zeit des Biedermeier im Museum.

Hier in der Poststraße befindet sich Tafel 11 

Wir kommen jetzt auf den Vorplatz der Nikolaikirche mit dem Wappenbrunnen. Die als Museum eingerichtete  Kirche sollten interessierte Berlin-Besucher auf keinen Fall verpassen. Besonderer Höhepunkt ist der Historiale-Markt am letzten August-Wochenende . Er behandelt immer einen bestimmten Zeitabschnitt Berliner Geschichte.

Die Poststraße entlang reihen sich nun Gaststätten und Modeboutiquen aneinander.

Gegenüber den Arkaden sieht man  die Plastik von Thorsten Stegmanns aus dem Jahr 2008 zum 150. Geburtstag von „Heinrich Zille“. Tafel 13 in der Nähe berichtet über die alte und neue Gerichtslaube. Das Restaurant „Zur Gerichtslaube“, das sich in diesem historisch bedeutsamen Gebäude befindet, bietet auch heute noch die traditionellen Speisen aus dem alten Berlin, so wie Zille es kannte und wie sie den preußischen Königen und brandenburgischen Kurfürsten serviert wurden.

Gegenüber den Tafeln 14/15 fällt der Blick auf die Kurfürstenhöfe. Dieses Gebäude hat, wie nur noch  zwei andere, den Krieg ohne große Schäden überstanden. Ein Abstecher in die architektonisch interessanten Höfe lohnt auf jeden Fall. Auch der alte Gebäudeteil vom Restaurant „Reinhard`s“, auf der anderen Straßenseite, war vom Krieg verschont. Die neuen Gebäude an dieser Stelle fügen sich harmonisch in das Konzept eines Wohn- und Geschäftsviertels ein. An der Ecke Poststraße/Rathausstraße werben zahlreiche Gaststätten um die Gunst der Besucher. Jede hat ihr eigenes Flair, ob modern wie „Maredo“  oder traditionell wie „Mutter und Julchen Hoppe“ oder  „Altberliner Weißbierstube“.

In die Rathausstraße biegen wir nach links ab und stehen vor der neugebauten Rathausbrücke. Die Spree begrenzt das Nikolaiviertel nach Westen. Hier fällt der Blick auf den Berliner Dom und die Grünfläche, auf der das Stadtschloss wieder entstehen soll. Links am Ufer entlang begeistert  die imposante Fassade der Kurfürstenhöfe erneut. Das Tor gibt den Weg bis zur Poststraße frei.

Rechter Hand die Spree stehen wir nun am Sockel der Bronze des Heiligen Georg im Kampf mit dem Drachen  von A. Kiss aus dem Jahr 1849. Im Halbkreis darum finden wir zwei Gaststätten mit zahlreichen Freiluftplätzen. Wer gern ein selbstgebrautes Bier trinken möchte, ist hier im Brauhaus „Georgbräu“ an der richtigen Adresse. Im Cafe „Spreeblick“ kommen Freunde süßer Sachen auf ihre Kosten. In Blickrichtung des „Drachentöters“ sehen wir das „Zille Museum“, Läden mit Kunsthandwerk und Dekorationsartikeln  und am Ende der Arkaden wieder die Nikolaikirche. Fast sternenförmig führen alle Wege im Viertel wieder zu ihr ins Zentrum.

Die Tafel 18 am St.Georg war auch schon die vorletzte Station unseres Rundganges. Die Ufermauer säumen noch  zahlreiche Restaurants, unser Blick fällt aber schon auf den Mühlendamm und seine Geschichte auf Tafel 19. Dieser Weg über die Spree verband einst die Orte Berlin und Cölln miteinander. An der Ecke Spreeufer/Mühlendamm empfängt uns das Haus mit dem Restaurant und Café „Ephraim`s“ im Gründerzeitstil,  in dessen Verlängerung wir wieder auf das Ephraim -Palais stoßen.

Der Historische Pfad ist eine Hommage der Wohnungsgesellschaft Berlin-Mitte an das älteste Viertel von Berlin.

Gerne können Sie sich den vollständigen Text der 19 Historischen Tafeln als PDF-Dokument herunterladen.

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