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Bärenspuren im Nikolaiviertel

Teddybären und einige ihrer Freunde haben der Stadt Berlin und insbesondere dem Nikolaiviertel ein weiteres Denkmal gesetzt. Sie haben in Büchern und Vorträgen wichtige und herausragende Ereignisse – natürlich aus Bärensicht – historisch wahr, mit einem verschmitzten Lächeln beschrieben und liebevoll portraitiert. In dieser Kolumne werden künftig Alt-Berliner BärSönlichkeiten, bärige Monarchien und Repräsentanten/Erlebnisse aus dem Berliner Volk vorgestellt.

Die Gesamtwerke (Bücher/Artikel) können unter www.baerenzeit.com/shop/ erworben oder als Vorträge www.baerenzeit.com/vorträge/ gebucht werden; alle Teddybären werden von Bruno in www.baerenmuseum.com präsentiert und gehören zur Sammlung Fellberg.

Einige der BärSönlichkeiten haben ihre Heimat sogar im Nikolaiviertel. Die Teddybären der Serie „Alt-Berliner Originale“ sind z.B. Sonderanfertigungen und sie gibt es nur im Teddy’s Laden im Nikolaiviertel in der Propststrasse  gegenüber vom Gründungsbrunnen mit dem Bären. Ein Besuch lohnt sich. www.teddy-laden.de


Berliner Bär

Eigentlich sagt der Name schon alles: Bärlin ist die Hauptstadt der Bären. So einfach ist das. Doch wer war zuerst da – Berlin oder der Bär? Begeben wir uns auf Spurensuche!

Bei der Namensgebung könnte etwa Albrecht der Bär (1100-1170) eine Rolle gespielt haben. Vielleicht waren es aber auch die vierbeinigen Tatzenträger selbst, denen die spätere Hauptstadt ihren Namen verdankt. Verbürgt ist, dass im Berliner Raum bereits Jahrhunderte vor den ersten Berlinern, genau, Bären lebten!

Der Name Berlin leitet sich vermutlich von dem slawischen Wort brlo/berlo ab, was zusammen mit der Endung in ‚Sumpf‘ oder ‚trockene Stelle in einem Feuchtgebiet/ Wasser‘ bedeutet.

Der Stadtname ist also weder auf den angeblichen Gründer der Stadt, Albrecht den Bären, noch auf das Berliner Wappentier zurückzuführen. Hierbei handelt es sich um ein „redendes Wappen“, mit dem versucht wird, den Stadtnamen bildlich darzustellen (Berlin = Bär).

1230 beginnt der Bau der Nikolaikirche und somit ist klar, warum unsere Bären das Nikolaiviertel als Lieblingsort für bärige Impressionen erklärt haben. Im Jahr 1237 beginnt die hinterlassene Geschichte von Berlin – vor 780 Jahren!. Damals wurde die Kaufmannssiedlung Cöllin am Ufer des Flusses Spree zum ersten Mal urkundlich erwähnt; der Name Berlin wurde erstmals 1244 amtlich genannt.

Das erste nachgewiesene Siegel mit Bären stammt vom 22. März des Jahres 1280. Es befindet sich auf einem Gildebrief der Berliner Kürschner und stellt zwei gepanzerte Bären als Schildhalter dar, die mit erhobener Tatze voneinander abgewendet sind und sich dennoch rücklings anblicken. Seitdem wird immer am 22. März in Berlin der Tag des Berliner Bären begangen – ein Feiertag für uns Bären

Im März 1913 besuchte der bayerische Prinzregent Luitpold Berlin. Dem „Südländer“ zu Ehren wurde erstmals die neue Berlinfahne gehisst, mit einem nach links schreitenden Bären vor der breiten weißen Mittelbahn und roten Streifen. Nach dem Zusammenschluss zu Groß-Berlin im Jahr 1920 wurde 1935 der Berliner Bär zum alleinigen Wappentier und unser „Bärlin“ ward geboren.

Heute sieht man in Berlin häufig den Bären vor lauter Bären nicht. Doch wir klären auf und machen Bärliner Geschichte lebendig. Freuen Sie sich auf weitere Kolumnen.

Fotos und Text © Dr. Ursula Fellberg: Hermann Hirschaid „Berliner Bär“ mit Porzellan Berlinbären. Der Teddy trägt eine Krone auf dem Bärenhaupt und seine Pfoten sind mit den Fahnen der vier Besatzungszonen nach 1945 bestickt. Eine Schärpe mit den Farben der Berlinflagge rundet sein bäriges Aussehen ab.

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